Neue Podcastfolge

Die Produzentinnen von Mordlust widmen sich in ihrer neusten Folge (#209) dem mysteriösen Verschwinden von Karl-Erivan Haub. Es gibt exklusive Interviewausschnitte mit der Haub-Expertin Liv von Boetticher.

Ein mysteriöser Tag in den Alpen

Es klingt wie der Anfang eines Thrillers: Am 7. April 2018 schnallt sich Karl-Erivan Haub, einer der reichsten Männer Deutschlands, seine Ski an und fährt auf den Klein Matterhorn Gletscher in Zermatt. Doch anders als die meisten Wintersportler kehrt er nie zurück. Kein Handy-Signal, keine Leiche, keine persönliche Spur. Zurück bleibt nur eine Familie in Schockstarre – und ein Konzern, der plötzlich ohne seinen Chef dasteht.

Die Suche nach Haub dauerte Tage, kostete Millionen und wurde schließlich ergebnislos abgebrochen. Offiziell gilt er als tot. Doch in Wahrheit fängt damit erst die Geschichte an.


Das Verschwinden – tragischer Unfall oder raffinierte Inszenierung?

Die Podcasterinnen Paulina Krasa und Laura Wohlers rollen den Fall in gewohnter Mordlust-Manier auf: Mit akribischer Recherche, einem guten Gespür für Details – und einem Gespür dafür, die Hörer:innen mit in den Sog des Unheimlichen zu ziehen.

War Haub in eine Gletscherspalte geraten? Oder plante er sein Verschwinden schon länger? Spannend wird es, als erste Geheimdokumente auftauchen, die einen ganz anderen Verdacht nähren: Lebt Haub möglicherweise noch – und das nicht irgendwo, sondern in Russland?


Von den Alpen nach Russland – eine Spurensuche mit politischen Dimensionen

Die Folge zeigt, dass es beim Verschwinden Haubs längst nicht nur um einen tragischen Schicksalsschlag geht. Es geht auch um wirtschaftliche Macht, um politische Netzwerke – und um die Frage, ob jemand wie er einfach untertauchen könnte.

Unterstützt wird die Episode von der Journalistin Liv von Boetticher, die sich intensiv mit dem Fall beschäftigt hat. Sie beleuchtet, warum Russland eine mögliche Zufluchtsstätte sein könnte und welche Verbindungen Haub dorthin gehabt haben könnte.


Warum der Fall so fesselnd ist

Man merkt beim Hören schnell: Der Fall ist mehr als eine „Verschwörungstheorie“. Er berührt Fragen, die viele True-Crime-Fälle so spannend machen:

  • Wie viel wissen wir wirklich über die Menschen an der Spitze großer Konzerne?
  • Kann jemand mit Geld, Macht und den richtigen Kontakten tatsächlich verschwinden – so, als hätte es ihn nie gegeben?
  • Und was bedeutet das für die Hinterbliebenen?

Krasa und Wohlers schaffen es, diese Fragen im Raum stehen zu lassen, ohne ins Sensationshafte abzurutschen. Stattdessen bleibt die Folge atmosphärisch, fast schon nachdenklich – und gerade das macht sie so eindringlich.


Persönliches Fazit

Für mich war „Spuren im Schnee“ eine der spannendsten Mordlust-Folgen seit Langem. Sie verbindet den Nervenkitzel einer rätselhaften Geschichte mit der Tiefe einer investigativen Recherche. Das offene Ende – die Frage, ob Haub noch lebt – wirkt wie ein Kältehauch, der einen auch nach dem Hören nicht loslässt.

Es ist ein Fall, der sich nicht klar auflösen lässt. Und vielleicht ist genau das sein größter Reiz: Er zeigt, dass Wirklichkeit manchmal geheimnisvoller ist als jeder Krimi.


👉 Hörtipp: Die Episode gibt’s auf Podigee und überall, wo es Podcasts gibt.

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